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  • Adrian

Teil 2: Schlaf

Was nachts im Körper passiert

«Wenn wir schlafen, sind wir nur scheinbar inaktiv. In Wirklichkeit laufen in unserem Organismus komplexe neurophysiologische Prozesse ab, die uns fit machen für den nächsten Tag.»



Die verschiedenen Phasen des Schlafs 

Der Schlaf ist ein hochaktiver Prozess, den unser Körper genauso strukturiert durchläuft wie unser Alltag. Er teilt sich in mehrere Phasen auf: Von der ersten Phase, der Einschlafphase, gelangen wir in eine leichte und von dort in eine mittlere Schlafphase. Von der mittleren Schlafphase gelangen wir in die Tiefschlafphase, in der Puls und Blutdruck absinken und die Atem- und Gehirnaktivitäten zurückgehen. Diese Phase ist für uns essentiell, denn hier können wir regenerieren. Besonders im Tiefschlaf produziert der Körper viele Wachstumshormone, die auch unsere Zellen erneuern. Die Zellerneuerung ist auch für das Wachstum unserer Muskeln und Bänder unabdingbar oder die Heilung von Entzündungen, die wir durch das Training oder die Ernährung ausgelöst haben. Weiter wird im Tiefschlaf unser Immunsystem gestärkt und unser Gedächtnis speichert ab, was wir tagsüber gelernt haben. 


Nach dem Tiefschlaf beginnt die REM- Phase: Unsere Augen beginnen sich hin und her zu bewegen, weshalb die Forscher sie nach dem Begriff Rapid Eye Movement (REM) benannt haben.

Hormone führen Regie 

Die leichte, die mittlere, die Tiefschlaf- und die REM-Phase bilden zusammen einen abgeschlossenen Schlafzyklus, dessen Dauer variieren kann, im Schnitt jedoch 90 min beträgt. Ein Zyklus wiederholt sich bei Erwachsenen etwa fünfmal pro Nacht, wobei die Phase unterschiedlich tief sein können. 


Verantwortlich dafür sind zwei Hormone: In der ersten Nachthälfte beeinflusst vor allem das Hormon Melatonin unseren Schlaf, in der zweiten das Stresshormon Kortisol die Oberhand, womit unser Schlaf oberflächlicher wird, denn Kortisol wirkt als Wachmacher. 

Bei Dunkelheit schüttet die Zirbeldrüse in unserem Zwischenhirn Melatonin aus. Dieses sorgt dafür, dass wir müde werden und uns schlafen legen. Bei Helligkeit geht die Melatonin Produktion zurück und wir wachen auf . Im Winter, wenn das Tageslicht knapp wird, steigt der Melatoninspiegel an. Dieser erhöhte Melatoninspiegel kann zu Müdigkeit oder gar zu Depressionen führen. 


Die physiologische Steuerung des Schlafs

Komplexe physiologische Prozesse steuern den Schlaf. Eine wichtige Rolle in diesem Stück spielt die graue Substanz (Formatio reticularis) in unserem Hirnstamm und Rückenmark. Wen sie über das Seh – und Hörvermögen Reize von der Aussenwelt aufnimmt, leitet sie dem Grosshirn den Befehl zum Wachsein weiter. Bleiben die Reize aus, informiert sie den Thalamus, der grösste Part des Zwischenhirns. Der Thalamus teilt über Botenstoffe dem Grosshirn mit, dass es Zeit zum Schlafen ist.