• Adrian

Stress, lass nach! Diese 5 Nahrungsmittel solltest du vermeiden

Im Job steht eine wichtige Deadline bevor. Deine Schwiegermutter kommt auf Besuch. Die Kinder haben aufwändige Schulprojekte und brauchen deine Hilfe – am Abend vor der Abgabe. Egal in welchem Lebensabschnitt du gerade bist: Es ist wahrscheinlich, dass du dich regelmäßig gestresst fühlst. Es gibt natürlich auch positiven Stress, der dich etwa dazu veranlasst, dein Leben zu verändern, oder der dich antreibt, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wenn du dich aber zu oft gestresst fühlst, kann dies deine Gesundheit gefährden.

Wenn wir ständigem Stress ausgesetzt sind, bleibt unser Körper immer im „Kampf-oder-Flucht-Modus”. Dieser Zustand löst eine Reihe von körperlichen Reaktionen aus, wie z.B. einen Anstieg deines Cortisolspiegels. Das mag ja sinnvoll sein, wenn du es in der Natur plötzlich mit einem Grizzlybären zu tun hast. Wenn dein Stresslevel aber über einen längeren Zeitraum hinweg erhöht ist und du ständig in diesem Kampf-oder-Flucht-Modus bleibst, kann das ernste Auswirkungen auf deine Gesundheit haben: Die Palette reicht von der Gewichtszunahme, über erhöhte Entzündungswerte (die Wurzel vieler Krankheiten) bis zu erhöhten Blutzuckerwerten hin.


Chronischer Stress ist ebenso ein Auslöser für Nebennierenschwäche. Dieses Leiden tritt auf, wenn dein Körper und deine Nebennieren durch externe Stressfaktoren überfordert werden. Es kann zu Symptomen wie Depression, Entzündungen und zu schwacher Konzentrationsfähigkeit führen.



Als ob das nicht schon besorgniserregend genug wäre: Es ist nicht nur unser Umfeld oder schwierige Lebenssituationen, die uns Stress bereiten können. Es gibt tatsächlich auch Nahrungsmittel, die dieselben negativen Auswirkungen auf den Körper haben. Wenn du also deinen Stresslevel reduzieren und lernen möchtest, wie du auf natürliche Weise Stress abbauen kannst – dann vermeide die folgenden Nahrungsmitteln:


1. Zucker

Zunächst einmal kann dein Stresslevel bereits schon massiv reduziert werden indem du komplett auf Zucker verzichtest. Unter Stress setzt dein Körper erhöhte Mengen an Cortisol frei; ein Hormon, das uns dabei hilft, Stress zu bewältigen und unseren Blutzuckerspiegel in Balance zu halten. Wenn du jedoch zuckerhaltige Nahrungsmittel zu dir nimmst, steigt dieser Spiegel wiederum stark an und dein Körper ist gezwungen mehr Cortisol auszuschütten, um ihn wieder auszugleichen. Problematisch daran ist, dass ein erhöhter Cortisolspiegel zu Schlafproblemen, einer reduzierten immunologischen Abwehrreaktion, Kopfschmerzen und Gelüsten nach ungesunden Nahrungsmitteln führen kann. Ein stark schwankender Blutzuckerspiegel kann außerdem stressähnliche Gefühle auslösen, sowie Unruhe und Angst.

Wenn du Nahrungsmittel mit zugesetztem Zucker weglässt – so wie beispielsweise Kuchen und Torten, gesüßte Joghurts oder Limonaden – und mehr Vollwertkost zu dir nimmst, wird dein Blutzuckerspiegel stabil bleiben. Das wiederum sorgt dafür, dass du ausgeglichener bist, dich weniger gestresst und rundum glücklicher fühlst.


2. Künstliche Süßungsmittel

Wenn man bedenkt, dass Zucker alleine schon heimtückisch genug ist – so bedenke man die künstlichen Süßungsmittel. Nur allzu häufig werden Nahrungsmittel künstlich gesüßt um Zucker zu vermeiden. Was allerdings ebenso kontraproduktiv für den Körper ist, wenn nicht mehr.  Diese künstlichen Süßstoffe führen höchstwahrscheinlich zu den meisten gesundheitlichen Leiden wie Kopfschmerzen, Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen. Sie können auch eine Art Sucht nach gezuckerten Lebensmitteln nach sich ziehen, weil sie deine Geschmacksknospen umprogrammieren. So hast du immer ein Verlangen nach noch Süßerem (und daher hauptsächlich ungesunden) Nahrungsmitteln.


3. Stark verarbeitete Kohlenhydrate

Stark verarbeitete, raffinierte Kohlenhydrate schmecken vielleicht gut, aber dein Körper trägt rein gar keinen Nutzen davon. Diese Kohlenhydrate haben keinerlei Nährwert und stellen im Grunde unbrauchbare Kalorien dar. Sie sind auch für einen stark schwankenden Blutzuckerspiegel verantwortlich, der dafür sorgt, dass du dich unausgeglichen und reizbar fühlst.

Viele verarbeitete Kohlenhydrate, besonders abgepackte Nahrungsmittel, enthalten viel Natrium. Das Natrium macht dich nicht nur besonders durstig, es lässt deinen Körper mehr Wasser speichern. Das beansprucht letztendlich dein Herz mehr, da es umso stärker arbeiten muss, um die Blutzirkulation zu bewältigen. Das hingegen kann auch zu einem erhöhten Blutdruck führen, wodurch du dich aufgeschwemmt und allgemein unwohl fühlst, was u.a. auch Stressfaktoren für das Allgemeinbefinden bleiben.


4. Alkohol

Ein Glas Wein kann dir sicherlich dabei helfen, dich nach einem anstrengenden Tag zu entspannen. Wenn du allerdings mehr als ein Glas trinkst, hast du nichts von dieser eigentlich positiven Wirkung, sondern – ganz im Gegenteil – erhöhst den Stresslevel zusätzlich. Grund dafür ist, dass dein Körper die Hormonproduktion, bei übermäßigem Alkoholkonsum, erhöhen muss und du dich folglich unruhiger und angespannter fühlst, als noch bevor du deinen Körper dem Alkohol ausgesetzt hast. Dieser Konsum kann auch deinen Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen und zu stressähnlichen Symptomen in deinem Körper führen. Viele alkoholische Getränke enthalten große Mengen an Zucker, was bedeutet, dass du deinem Körper die doppelt geladene Portion zumutest –so wie beispielsweise gerade bei alkoholischen Softdrinks – also Alkohol und zusätzlich noch die gezuckerte Limonade oder den Saft.

Viele nehmen an, dass dieser resultierte Stress mit Schlaf abgebaut werden kann: Das allerdings ist die falsche Annahme. Alkohol führt bei den meisten zu Schlafrhythmusstörungen. Du schläfst zwar vielleicht schneller ein als sonst, aber bekommst nicht den tiefen Schlaf, den du brauchst, um am Folgetag über die nötige Energie zu verfügen. Das Ergebnis ist miese Laune am nächsten Morgen und – du hast es richtig erraten! – Stress.


5. Zu viel Koffein

Wenn du täglich mehrere Tassen trinkst, dann fühlst du dich wahrscheinlich energischer (gestresster), als es der Gesundheit zugutekäme. Zu viel Koffein kann sich auf deine Nebennieren, wie bereits anfänglich erklärt, als zusätzlicher Stressfaktor belastend auswirken. Es regt nämlich das Nervensystem an und erhöht damit deinen Blutdruck und deine Herzfrequenz, wodurch du dich schließlich unruhiger fühlst. Wenn du generell angespannt bist, sollte Koffein einer der ersten Zusatzstoffe sein, die du streichst.

Vorsicht geboten: Koffein versteckt sich nicht nur im Kaffee. Es ist auch in Limonaden, bestimmten Teesorten, Energy Drinks, rezeptfreien Schmerzmitteln und sogar Schokolade enthalten.


Und wenn man bedenkt wieviel Nahrungsmittel bei Streichung dieser fünf Stressfaktoren dennoch übrigbleiben, dann freut man sich doch ganz allgemein, dass es eigentlich so einfach ist dem Körper Gutes zu tun.  

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Geschrieben von Adrian Kraft und Dr. Josh Axe, DNM, DC, CNS

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